Dynamische Rentenversorgung

In der DRV erwirbt jedes Mitglied durch seinen individuellen Beitrag (Beitragsveranlagung) individuelle Anwartschaften auf eine lebenslange, volldynamische Rente bei Berufsunfähigkeit und im Alter. Eingeschlossen ist (auch bei vorzeitigem Tode) eine lebenslange oder bis zur Wiederheirat gezahlte volldynamische Witwen-/Witwerrente sowie Waisenrenten, die bis zum 18. Lebensjahr, im Falle der Berufsausbildung bis längstens zum 27. Lebensjahr gezahlt werden. Im Falle des Todes wird ein Sterbegeld gezahlt.

Die Leistungen ergeben sich aus den §§ 9 – 15 der Satzung.

Die Altersrente wird im Regelfall mit Vollendung des 62. Lebensjahres gezahlt. Auf schriftlichen Antrag kann die Rente bis längstens zum 67. Lebensjahr hinausgeschoben werden (§ 10 (6) der Satzung).
Die vor dem 01.01.2012 beigetretenen Mitglieder können die Rente auf schriftlichen Antrag mit einer Frist von 3 Monaten ab dem 60. Lebensjahr beziehen (§ 10 (7) der Satzung). Rente aus Beitragsleistungen, die bis zum 31.12.2004 erbracht worden sind, kann bereits ab dem vollendeten 57. Lebensjahr bezogen werden (§ 25 a der Satzung).

Aus den bis zum 31.12.2004 erworbenen Anwartschaften kann statt einer lebenslangen Altersrente eine teilweise Kapitalabfindung beantragt werden. Die Antragsfrist dafür beträgt mindestens 3 Jahre zum Altersrentenbeginn. Ein Widerruf des Antrages ist mit einer Frist von ebenfalls 3 Jahren möglich (§ 25 b der Satzung).

Berufsunfähigkeitsrente (§ 11 der Satzung) wird bei dauernder Berufsunfähigkeit gezahlt. Die zahnärztliche Tätigkeit muss (nicht bei Antragstellung, spätestens aber) zum Rentenbeginn eingestellt worden sein.

Mitglieder können über den VZN-Internet-Rechner im Passwort geschützten Mitgliederbereich (Login rechts) unverbindlich ihre Altersrente online berechnen.

Die Auswirkung des Rechnungszinses auf die Höhe der Dynamisierung und der Gesamtverzinsung

Das VZN -wie auch viele andere Versicherungsträger und Versorgungswerke- berechnet die Leistungen unter Berücksichtigung eines Rechnungszinses (private Versicherer: „Garantiezins“). Das bedeutet, dass die Leistungen sich nur unter Einrechnung einer dauerhaft, auch in der Zukunft zu erzielenden Verzinsung ergeben. Dieser Zinssatz beläuft sich im VZN auf 4%, d.h. alle Leistungen (auch: zukünftige Renten) werden schon von vornherein unter der Annahme einer dauerhaften Verzinsung von 4 % berechnet.

Darüber hinaus ist das VZN wie jeder Leistungsträger, der eine dynamische Leistung anbietet, natürlich bestrebt, die Leistungen zusätzlich zu dynamisieren. Hierbei handelt es sich um variable Leistungsteile, deren Höhe von den jeweiligen Überschüssen (also insbesondere auch vom Kapitalmarkt) abhängig ist.

Über den Rechnungs- / Garantiezins hinausgehende Leistungsverbesserungen, also Rentendynamisierungen, können folglich nur gewährt werden, wenn verteilungsfähige Überschüsse erzielt wurden, die über den Rechnungszins, im VZN also über 4 %, hinausgehen.

Derzeit sind die Erträge an den Kapitalmärkten (für alle Anbieter und Sparer) rückläufig und inzwischen so gering, dass selbst der Rechnungszins von 4 % nur schwer zu erreichen ist. Für weitere, darüber hinausgehende Dynamisierungen bleibt da derzeit kein Raum. Aber selbst ohne weitere Dynamisierung gewährt das VZN seinen Mitgliedern eine Gesamtverzinsung von 4 %, ein Wert, der längst nicht mehr von allen Anbietern dargestellt werden kann.

Ein Versicherer, der ohne oder mit einem niedrigeren Rechnungs- oder Garantiezins als 4 % rechnet (z.B. 2 %), kann zwar bereits Dynamisierungen vornehmen, wenn die Überschüsse diesen Zins (hier also 2 %) übersteigen. Die für den Leistungsempfänger relevante Gesamtverzinsung setzt sich aber immer aus Rechnungs- / Garantiezins zuzüglich der weiteren Dynamisierung zusammen. Es kann also sein, dass ein Anbieter mit einem hohen Rechnungs- / Garantiezins ohne zusätzliche Dynamisierung insgesamt eine höhere Gesamtverzinsung erreicht, als ein Anbieter mit einem niedrigen Rechnungszins und einer hohen Dynamisierung.

Beispiel:

  • A. Rechnungs- oder Garantiezinszins: 4,00 %, weitere Dynamisierung 0,00 %:
    Gesamtverzinsung: 4,00 %.
  • B. Rechnungs- oder Garantiezinszins: 2,00 %, weitere Dynamisierung 1,50 %:
    Gesamtverzinsung: 3,50 %.
  • C. Rechnungs- oder Garantiezinszins: 2,00 %, weitere Dynamisierung 2,00 %:
    Gesamtverzinsung: 4,00 %.
  • Beispiel A: Die zugesagten Leistungen sind von vornherein höher, da sie durchgehend mit einem Zins von 4 % gerechnet werden.
  • Beispiel B: Die Gesamtverzinsung ist geringer als bei den anderen Beispielen.
  • Beispiel C: Die zugesagten Leistungen sind von vornherein geringer, erreichen aber die gleiche Gesamtverzinsung durch die zusätzliche Dynamisierung.

Aber:

Selbst bei dauerhaft gleicher Gesamtverzinsung (Beispiele A und C) führt die Verrentung des gleichen zur Verfügung stehenden Kapitals nicht zu einem identischen Rentenverlauf, weil in der Anfangsrente bei Beispiel A bereits die gesamte Verzinsung eingerechnet ist, während die Rente bei Beispiel C auf einem niedrigeren Niveau beginnt, aber dann durch die Dynamisierung (stärker) steigt  (s. nachfolgende, nur das Prinzip darstellende Grafik).
Bei bestehender Entscheidungsmöglichkeit zwischen einem höheren Garantie-/ Rechnungszins oder einer höheren Dynamisierung sollte daher auch bedacht werden, wann (in welchem Alter) eine höhere Rente gewünscht bzw. benötigt oder überhaupt erzielt wird.

Fazit:

  1. 1. Entscheidend für die Gesamtverzinsung der Leistung ist immer die Summe aus Rechnungs-/ Garantiezins und weiterer, zusätzlicher Verzinsung (Dynamisierung).
  2. 2. Die Dynamik allein sagt nichts über die Höhe der Gesamtverzinsung eines Produkts aus.
  3. 3. Eine identische Gesamtverzinsung alleine sagt noch nichts über die Rentenhöhe zu einem bestimmten Zeitpunkt aus.

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